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der Familienpflege, Essen      

 

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Quintinusstiftung

 unsere Hilfe für Familien, Jugendliche und Senioren

 

Borbecker Nachrichten vom 01.Mai 2008  
 

Möglichkeiten nutzen zum segensreichen Wirken

Schwester Judith ist Oberin der Franziskusschwestern

 
 

Die Franziskusschwestern der Familienpflege mit dem Mutterhaus in Bedingrade haben eine neue Generaloberin gewählt: Schwester Judith Schmidt wird ihnen für die kommenden sechs Jahre vorstehen.

Für diese Leitungsaufgabe hat Schwester Judith in den vergangenen 18 Jahren als Generalassistentin an der Seite der bisherigen Generaloberin Schwester Benigna Berens viele Erfahrungen sammeln können. "Deshalb geht es jetzt nicht um große Veränderungen", stellt Schwester Judith ihre Absichten vor, "denn was ich mitgestaltet habe, will ich jetzt doch nicht verwerfen."

Entsprechend der Grundidee ihres  Ordens will sie mit ihren Mitschwestern "auf die Not der Zeit reagieren. Das bestimmt unser Handeln über allen Wandel hinweg, den die Familienpflege erlebt hat." Auch mit der von ihnen gegründeten Quintinusstiftung haben die Schwestern dies getan. Dabei sei der Orden als Gemeinschaft jedoch nicht überflüssig geworden. "Es ist uns Verpflichtung und Anliegen, für die Menschen zu beten. Hierbei können auch unsere alten Schwestern mitwirken," beschreibt Schwester Judith den vielseitigen  Einsatz für junge und alte Menschen.

Christ zu sein habe für sie eine ganz praktische Ausrichtung: "Man muss uns an unseren Taten erkennen können." Beispielsweise unterhalten die Franziskusschwestern ein Fachseminar für Altenpflege und stehen in ehrenamtlicher Tätigkeit Menschen in vielfältiger Weise von der Sterbebegleitung bis zu den Behördengängen bei.

"Uns sind die zwischenmenschlichen Dinge wichtig," betont Schwester Judith. Deshalb verstehe sich das Kloster an der Laarmannstraße auch als "offenes Haus". Und es werde in der Öffentlichkeit so wahr- und angenommen. Zu Besinnungstagen kämen nicht nur die sogenannten Kirchennahen. Ein Wochenendmittagstisch für Obdachlose gehört ebenfalls zur praktischen Nächstenliebe.

Illusionen will sich Schwester Judith nicht machen: "Wir können nicht die Welt verbessern, dazu reichen unsere Mittel nicht. Aber im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir segensreich wirken."

Zu den hierzu notwendigen Voraussetzungen zählt die 60-jährige Generaloberin eine gut funktionierende Gemeinschaft, in der Offenheit, Gottvertrauen und Rücksichtnahme eine Einheit bilden. "Wir leben nicht hinter Klostermauern, sondern versuchen aus dem Leben heraus, Antworten auf die Zeit zu geben", sagt sie überzeugend.

Zu den Erkennungszeichen von Schwester Judith gehört ein häufig frohgestimmtes Lachen. Die ehemalige Badmintonleistungssportlerin ist gelernte Industriekauffrau und liebt kreatives Schaffen, wofür ihr leider oft die Zeit fehle. Gern spielt sie Querflöte und liebt besonders Esel. -pn-

 

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